Tauchgang des Monats

Am 25. März steuerte ein Fish 'n Fins Tauchboot die Blue Holes an, ein Gebiet 50 Minuten südwestlich von Koror, mit Tauchführer Shane "The Insane" Kuartei und Filmmann Mark Thorpe.
"Wir bekamen Berichte von mehreren Tauchführern, daß riesige Schwärme an Orangen-Doktorfischen um das südliche Riffsystem um Palau herum gesichtet worden waren”, erklärt Mark. "Nachdem genau dort die üblichen Tauchgebiete sind, war ich mir sicher, daß etwas Besonderes passieren würde. An besagtem Tag war ich in Richtung Blue Holes unterwegs, mit Shane als Tauchguide und einer Bootsladung voller Taucher, die die Blue Holes tauchen, und dann zur Außenseite von Blue Corner driften wollten (hier anklicken für Tauchplatzbeschreibungen). Ich hatte andere Pläne. In das Naß gleitend, fühlte ich mich zuhause. Die bekannten Geräusche der Luft aus meinem Atemregler, die träge, fast sinnliche Bewegung des Wassers, das mich sanft zu einer der am höchsten angesehenen Tauchplätze unseres ozeanischen Planeten trägt. Ich hatte nie irgendwelches Schwarmverhalten in Palau gefilmt, dumm, wie es scheint, nachdem ich schon zwei Jahre hier bin. Normalerweise berechne ich jeden Winkel, um die Taucher im Visier zu haben, aber heute war mein Tag. Ich war bereit, dachte ich zumindest! Während ich meine Gedanken von der lauten Welt an Land klärte, konzentrierte ich mich auf die Aufgabe, die vor mir lag. Ok, finde einen riesigen Fischschwarm, setz dich in deren Mitte und filme drauf los... einfach, oder? Falsch!

Ich tauchte in den flachen Teil der "incoming side" ab und sah mich um: nichts, nicht einmal eine Spur anderer Taucher. Ich beobachtete die langsame aber tödlich effiziente Würde einiger weniger Grauen Riffhaie, die den Abhang patrouillierten [kurzer Clip WMP/2.1Mb], sah wie ein schwarm Großaugenmakrelen Formation einnahm, Szenen, die das Blue Corner zu einem so besonderen Ort machen. Sie kamen wie aus dem Nichts, zu Hunderten. Das solide Felsplateau sah plötzlich aus wie ein schwingender schwarzer Teppich mit orangen Flecken. Sie müssen sich in der Tiefe zusammengeschlossen und über den Riffrand gekommen sein, sie kamen direkt auf mich zu. Es war die volle Panik,
ich habe jetzt Mitleid mit all denen die zuhause bei McDonald’s an der Kasse stehen, die müssen das jeden Tag ertragen! Ich konnte nun sehen warum sie so über das Plateau flitzten, da sie eine Truppe Riesenmakrelen, Weißspitzenriffhaie, Napoleons und so ziemlich alles andere auf den Fersen hatten, was sich diese bißgrossen Fische ins Maul stopfen wollte.
Die Schlacht begann. Riesenmakrelen attackierten die Gruppe von allen Seiten, die Weißspitzenriffhaie mit weit geöffnetem Maul quer durch den Schwarm, Zackenbarsche, Napoleons, Graue Riffhaie und sogar Blauflossenakrelen, alle waren bei der Jagd dabei. Die Gejagten zerstoben in alle Richtungen, die Jäger überall, um ihre Gefrässigkeit zu befriedigen, und ich war mitten drin! In der Mitte des Geschehens, genau da, wo ich sein wollte... es war wild.
Einmal hatte eine kleine Gruppe Dokterfische beschlossen, daß der beste Platz zum Verstecken unter diesem seltsamen, blasenwerfenden Objekt in ihrer Nähe sein müsste. Ich bemerkte ihre Flucht-Taktiken erst als mich ein 35-Pfund-Riesenmakrele fast in die Rippen gestoßen hat um die Dokterfische zu erwischen, die vergeblich versuchten in meine Tarierweste zu kommen. Dies war Natur in ihrer reinsten Form. Die tägliche Auswahl der Besten spielte sich direkt vor meiner Kamera ab, und ich bekam alles mit. Mittlerweile hatte sich der Schwarm in kleinere Gruppen geteilt, die ihre Flucht antraten, und das Geschehen verlangsamte sich etwas. Die ganze Geschichte daürtre etwa 10 Minuten.
Viele Weißspitzenriffhaie ruhten sich auf dem Plateau aus, ich konnte fast hören, wie sich ihre Haut spannte, während sie völlig erschöpft Wasser durch ihre Kiemen pumpten. Die Napoleons hingen förmlich, satt, völlig lethargisch, im Wasser.
Ich schwamm zur "outgoing side" des Blue Corners und traf dort die anderen Taucher, die zu dem Zeitpunkt ihre Limits an Luft und Tauchzeit erreicht hatten. Zurück auf dem Boot konnte ich nur erklären, was ich gesehen hatte. Der nächste Tauchgang war für Blue Corner geplant... Runde 2? Nun, das ist eine andere Geschichte..."
Fish 'n Video


Weissspitzen- Riffhaie am Blue Corner (WMP/5.1Mb)
Walhai am
Blue Corner
(WMP/5.4Mb)
Gästebuch

"So gut wie keine", antworteten Sander Jongeneel und Sanne den Houter als sie über ihre Taucherfahrungen vor ihrer Reise nach Palau befragt wurden. "Wir geben zu, wir sind Neulinge."
Beide hatten zuvor zwei Schnuppertauchgänge in Italien absolviert, Sander hatte letztes Jahr in Mexiko seinen Open Water Diver gemacht, und Sanne entschloß sich dazu, in Palau ihren Schein zu machen. Sie kamen aus Holland und blieben vom 16. April bis zum 2. Mai 2006 in Palau.
"Unser bester Tauchgang? Schwierig zu sagen", sagt Sanne. "Die Vielfalt der Tauchgebiete in Palau ist überwältigend, es ist schwierig, sie alle miteinander zu vergleichen." Sander: "Ulong Channel war erstaunlich. Es war einer unserer aufregendsten Tauchgänge. Mit einer starken Strömung, jeder Menge Haie und Fische. Sanne fährt fort: "Shark City war ein Tauchgang den ich besonders wegen der vielen Arten von Fisch mochte. Aber mein bevorzugter Tauchgang war der bei Ngermeaus Island während der Kursphase im begrenzten Wasser. Einmal müssen wir von mindestens einem Dutzend Schwarzspitzenriffhaie umrundet gewesen sein! Ziemlich cool, wenn man bedenkt daß dieser Teil der Ausbildung normalerweise im Schwimmbecken gemacht wird!"
"Wir haben uns für Palau entschieden nachdem, was wir in Tauchmagazinen gelesen und von Leuten gehört hatten, die dort gewesen waren. Jetzt wo wir es mit eigenen Augen gesehen haben, können wir ihnen nur zustimmen, trotz unserem Mangel an Erfahrung. Palau hat Drop Off's, Blue Holes, Wracks, Höhlen, Kanäle etc. etc. Und so viele Haie! Wir haben natürlich Haie erwartet, aber nicht so viele, und so nah! Hatte ich Angst vor ihnen? Für mich sind die Haie in Palau so
schön und faszinierend daß
ich während des Tauchens fast vergesse,
daß es richtige Haie sind," erklärt Sanne.
"Palau ist nicht nur unter Wasser schön,” fügt Sander hinzu. "Die Bootsfahrten zu und von den Tauchgebieten waren an sich schon ein Nervenkitzel. Ich konnte nicht genug davon kriegen, durch das Labyrinth von pilzförmigen felsigen Inseln zu fahren. Und die Palauaner? Sie sind die freundlichsten und großzügigsten Leute, die ich je getroffen habe! Die Atmosphäre bei Fish 'n Fins ist auch sehr angenehm. Die Tauchführer, Kapitäne, Videographen und anderen Angestellten kommen gut miteinander aus und haben eine Menge Spass, was sich auf uns überträgt. Eine professionelle Gruppe von Leuten, mit denen es Spass macht."
Die südwestlichen Inseln mit der Ocean Hunter II

Eine 12-Tages-Reise zu den südwestlichen Inseln von Palau
Palau's südwestliche Inseln erstrecken sich bis zu 400 Meilen südlich von Koror, der Hauptstadt von Palau. Die Inselkette besteht aus Sonsorol, Merir, Pula Anna, Helen's Reef und Tobi.
Nur wenige Leute bewohnen diese Inseln und es gibt weder regelmäßige Transporte zu und von diesen Inseln noch Landepisten für Flugzeuge. Ein Schiff der Regierung besucht alle drei oder vier Monate diese Inseln. All dieses macht die Inseln für Touristen und Taucher unzugänglich. Keines der anderen Safariboote in Palau fährt dieses Gebiet an, daß unberührte Riffe und großartiges Tauchen verspricht.  
Die Ocean Hunter II bietet 2007 zwei Expeditionen zu dieser außergewöhnlichen Region: vom 08. bis 20.02.2007 im Auftrag von Tauchreisen Roscher (weitere Informationen im Internet unter www.tauchreisen-roscher.de) und vom 04. bis 16.04.2007 (für weitere Informationen und Verfügbarkeit bitte mit Navot@oceanhunter.com
oder info@oceanhunter.com)in Kontakt treten.
Reiseplan für die Expedition:
Tag 1 - Ankunft in Palau und an Bord gehen
Checktauchgang an einem Wrack aus dem 2. Weltkrieg
Tauchgang am Ngemelis Island
Nachttauchgang im German Channel
Tag 2 - Tauchen am Peleliu und Angaur
11.00 Uhr Abfahrt zum Sonsorol (Angaur-Sonsorol: 150 Meilen)
Diving Peleliu and Angaur
11AM Departure to Sonsorol (Angaur to Sonsorol 150 Nautical Miles)

3 - Ankunft am Sonsorol um 07.00 Uhr
Tauchen am Sonsorol
Tag 4 - Tauchen am Sonsorol
Abfahrt vom Sonsorol zum Merir um 21.00 Uhr
(Sonsorol-Merir: 70 Meilen)
Tag 5 - Ankunft am Merir um 06.00 Uhr
Tauchen am Merir

Abfahrt vom Merir zum Helen’s Reef um 19.00 Uhr (Merir-Helen’s Reef: 120 Meilen)
Tag 6 - Ankunft am Helen’s Reef um 09.00 Uhr
Tauchen am Helen’s Reef
Tag 7 - Tauchen am Helen’s Reef
 Tag 8 - Abfahrt zum Tobi um 01.00 Uhr (Helen’s Reef-Tobi: 40 Meilen)
Ankunft am Tobi um 06.00 Uhr
Tauchen am Tobi
Abfahrt vom Tobi zum Pula Anna um 19.00 Uhr (Helen’s Reef-Pula Anna: 120 Meilen)
Tag 9 - Ankunft am Pula Anna um 10.00 Uhr
Tauchen am Pula Anna
Diving Pula Anna
Tag 10 - Tauchen am Pula Anna
Tag 11 - Abfahrt vom Pula Anna um 05.00 Uhr (Pula Anna-Koror: 240 Meilen)
Tag 12 - Ankunft im Koror um 16.00 Uhr
Preise:
Kabinen 1-5: US$5,775.00 pro Person
Kabine 6: US$6,630.00 pro Person
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